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Über das Vermögen aller vier Leontis Fonds wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet!

Bautzen, den 11.05.2015

Mit Datum vom 26.05.2015 hat das Amtsgericht Würzburg das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Leontis Equity Fund Easy Select I GmbH & Co. KG, der Leontis Equity Fund Premium Select I GmbH & Co. KG, der Leontis Equity Fund Easy Select II GmbH & Co. KG und der Leontis Equity Fund Premium II GmbH & Co. KG angeordnet.

Hintergrund

Die Leontis Equity Fund GmbH bezeichnet sich selbst als „Initiatorin und Anbieterin hochwertiger strukturierter Kapitalanlagen in Form von geschlossenen Fonds“. Insgesamt wurden bisher vier solcher Fonds aufgelegt.

1.    Leontis Equity Fund Easy Select I GmbH & Co. KG (Amtsgericht Würzburg HRA 5884): Emissionsphase vom 11.01.2007 bis 30.06.2008
- vormals Lion Equity Fund Easy Select GmbH & Co. KG -

2.    Leontis Equity Fund Premium Select I GmbH & Co. KG (Amtsgericht Würzburg HRA 5879): Emissionsphase vom 11.01.2007 bis 30.06.2008
- vormals Lion Equity Fund Premium Select GmbH & Co. KG -

3.    Leontis Equity Fund Easy Select II GmbH & Co. KG (Amtsgericht Würzburg HRA 6112): Emissionsphase vom 01.07.2008 bis 22.07.2010

4.    Leontis Equity Fund Premium Select II GmbH & Co. KG (Amtsgericht Würzburg HRA 6113): Emissionsphase vom 01.07.2008 bis 31.12.2010

Bei diesen Kapitalanlagen handelt es sich um Private-Equity-Sparpläne für Privatanleger. Geworben wurde damit, dass „jedem Kapitalanleger Zugang zu exklusiven Spitzeninvestments“ ermöglicht wird. Als Anlagestrategie wird angeführt, dass die Gelder „in stark diversifizierende Dachfonds und in Direktbeteiligungen an wachstumsorientierten Unternehmen“ investiert werden. Vor Zeichnung der Beitrittserklärungen zu diesen Fonds wussten die Anleger demnach nicht, in was konkret investiert werden sollte. Die Anleger wurden bezüglich der höheren Risiken gegenüber anderen Investmentformen mit demgegenüber stehenden angeblichen viel höheren Renditeaussichten beruhigt.

Bereits im Jahr 2005 kritisierten sowohl Stiftung Warentest als auch Finanztest die viel zu hohen Kosten solcher Private-Equity-Fonds. Die meisten solcher Angebote sind daraufhin vom Kapitalmarkt verschwunden. Nicht so im Fall der Leontis Fonds. Wie oben angeführt, wurden diese in den Jahren 2007 bis 2010 aufgelegt.

Nun hat das Amtsgericht Würzburg mit jeweiligem Beschluss vom 25.05.2015 Folgendes bestimmt:

1.    Zur Sicherung des Schuldnervermögens wird ein allgemeines Verfügungsverbot auferlegt. Damit wird allgemein verboten, über Gegenstände des Vermögens zu verfügen, worunter auch die Einziehung von Außenständen fällt.

2.    Über das Vermögen wird die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet.

3.    Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Herr Rechtsanwalt Dr. Markus Schädler. Hofstraße 3, 97070 Würzburg, bestellt.

Folgen

Der vorläufige Insolvenzverwalter beginnt nun unter anderem, die Schulden der vier Fondsgesellschaften zu prüfen. Oftmals wird er sich dann an die Anleger wenden und bereits ausgegebene Ausschüttungen bzw. Entnahmen zurückfordern oder gar die ERwüllung der Ratenzahlpläne fordern. Ob solche Forderungen berechtigt sind, kann nur im Einzelfall geklärt werden.

Anlegern ist daher zu raten, nicht ohne Weiteres auf solche Aufforderungen zu zahlen, sondern ihren Fall zunächst von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen zu lassen.

Weitere Möglichkeiten

Selbst wenn bereits gezahlte Ausschüttungen zurück gefordert werden können, besteht bei solche einer Art von Investments unter Umständen ein Schadensersatzanspruch gegen den Vermittler der Anlage, also beispielsweise den Emittenten des Verkaufsprospekts, den Anlageberater bzw. die hinter diesem stehende Bank. Ein Schadensersatzanspruch kann z. B. bei Falschberatung gegeben sein. Der Berater muss für seine Kunden eine passende Anlage nach deren Wünschen auswählen und die Kunden umfassend über die empfohlene Anlage unterrichten, damit diese eine informierte Entscheidung treffen können.

Im Folgenden einige Beispiele für Punkte, die bei der Anlageberatung oft nicht ausreichend deutlich gemacht werden:

1. Der Anleger wird Miteigentümer der Gesellschaft und trägt ein hohes Risiko bis zum Totalverlust seiner Anlage, diese ist daher ungeeignet zur Altersvorsorge.
2. Es handelt sich um langfristige Anlagen, die es dem Anleger unmöglich machen, kurzfristig auf Marktveränderungen zu reagieren.
3. Bei den Ausschüttungen handelt es sich nicht um Zinsen wie z. B. beim Sparbuch, sie werden auch häufig nicht wie geplant aus den Gewinnen des Unternehmens finanziert, sondern aus den investierten Geldern selbst; sie können dann ggf. bei Insolvenz zurück gefordert werden.
4. In welcher Höhe das Provisionsinteresse der vermittelnden Berater vorliegt wird nicht erwähnt.

Generell gilt: Private-Equity-Fonds sind eine Anlage mit hohem Haftungsrisiko. Sie eigenen sich in der Regel nicht für sicherheitsorientierte Anleger.

Sollten Anleger nun den Verdacht haben, dass ihr Beratungsgespräch nicht ordnungsgemäß verlief, wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, der prüfen wird, ob die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs Aussicht auf Erfolg hat.

Fragen Sie uns! Die telefonische Erstberatung ist für Sie kostenfrei. Sie können aber auch unseren Fragebogen für Kapitalanleger downloaden.

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